Sonntag, 12. November 2017

November November

Neulich hab ich mir bei Kik ne Kapuzenjacke kaufen müssen. Die Winterjacke die ich von meiner Mutter bekam, als ich aus dem Königreich in Deutschland landete finde ich nicht mehr. Erst dachte ich, ich habe sie mit in die Gemeinschaft hier in Zwickau genommen, nun geh ich davon aus, das ich sie bei Basti in Franken gelassen habe. Eine blaue Kapuzenwinterjacke, die wirklich sehr warm ist.

Nun, das Ding ist, je mehr ich meinen Körper dieser fürchterlichen unwirtlichen Kälte hier in Mitteleuropa aussetze desto mehr gewöhnt er sich wieder an diese Kälte. Ich hab das besonders gemerkt in den vergangenen Tagen. 3 Kampftage auf Baustelle. 100 x 100 Kg Granitstelen zu Zweit 20-30 Meer weit tragen und einbauen. 2 Kg an Körpergewicht abgenommen und n Riesen-Fressflash nach Feierabend an Tag 2 bekommen. Aber jetzt wächst er wieder und erholt sich und dann wird er stärker als zu vor. Das läuft. Ich bekomme meine alte Kondition wieder. Körperlich und Geistig. Ich kann es spüren. Jeder Tag ist ein Geschenk. Das Geld welches ich für meine wöchentlichen Kraftakte bekomme, wird mehr und mehr. Im Moment reicht es schon aus um auf die Insel zurück zu kehren und dort viele Monate zu "über"leben, oder um zurückzukehren mit einigen unerlässlichen Utensilien. Ich werde einfach weiter hart arbeiten und bin froh über jede Unterstützung. Ich bin gespannt wann jene Menschen, die schon Worte machten, diesen auch Taten folgen werden lassen. Rentieren wird es sich alle Male, wo bekommt man schon eine Chance abseits des Mainstream-tourismus mehrere Wochen mitten im Wald einer Südseeinsel im "Survival"-Stil seine Auszeit zu verbringen? Und das nur gegen eben jene Spende!?

Ich bin auch froh über jede Art von Tätigkeit die mir auf Hunga geschenkt wird. Denn sich dort im heilenden Wald nicht zu bewegen zu müssen ist kein guter Deal. Man verliert schnell seine Kräfte und schlüpft ziemlich rasch ins weibliche Geistige. Hinan zum Vater sozusagen ...

Eine Freundin aus Nordamerika frug mich neulich, ob ich ihr meine Arbeitskraft und Zeit zur Verfügung stelle um ihr Earthbaghaus auf Hunga real werden zu lassen. Hunga ruft von Tag zu Tag mehr und ich kann noch nicht folgen. Jedenfalls dieses Jahr nicht mehr. Basti aus Franken und ich wir sind nah dran bald sehr flügge zu werden, soviel steht fest. Außerdem stehe noch mit zwei anderen Landsleuten in Kontakt und ich bin gespannt ob Sie zu Abenteurern werden oder nicht?

Seit ich hier in Sachsen/Zwickau bin durfte ich all mein Wissen über Menschen und Gemeinschaft erweitern und verfeinern, das macht mir Mut mich weiterhin Mit-Menschen zu öffnen. Ich merke jedoch wie heilsam die Stille und Einsamkeit ist. Mit Gott zu sein schafft man kaum in einer Gemeinschaft. Gedanken sind Krach und Gott mag keinen Krach.... und auch keine Kaugeräusche.

In diesem Sinne
euer Nico

Mittwoch, 20. September 2017

Alles Neue bringt der Mai???

Es ist der September fast zu Ende da erreichen mich neue Nachrichten aus dem Königreich. Der fest entschlossene junge Mann, der vor über zwei Monaten Europa den Rücken kehrte und mit seiner Familie auskehrte um auf Hunga den Rest seines Lebens zu verbringen beweist seinen ungebrochenen Willen. Vor einigen Tagen erreichten mich heißt ersehnte Sprachnachrichten und Bilder und wir stehen wieder in engem Kontakt und es scheint so als teile Hakim die Liebe zu dieser Insel mit mir. Vor seiner Abreise prognostizierte ich ihm, das es Frau und Kind meißt nicht lange im Wald machen würden und ich behielt recht. So bietet mein Freund nun dem Leben dort als Einzelgänger die Stirn, und das mit allem was er zu bieten hat. Die Neuigkeiten, auf welche ich so lange wartete, motivieren mich weiter auf mein Ziel hinzu zu arbeiten. Demnächst folgen sicher noch mehr Bilder, aber hier erstmal, was ich erhaltern habe.


Der Governeur hat dieses Jahr Nägel mit Köpfen gemacht, und dem schnell wachsenden Wald auf der Insel im Bereich der Hauptstrasse durch ihn hindurch Einhalt geboten. So gibt es endlich wieder eine Strasse durch den Jungle, welche, wenn sie gepflegt wird, auch lange Da sein wird. Im Schnitt dauert es 2-3 Jahre und der Wald holt sich solche "Errungenschaften" wieder zu sich zurück.


Na vielleicht erkennt das der ein oder andere Leser. Die Hütte, welche als Küche diente, steht immer noch. Etwas verwahrlost aber mit ein paar Handgriffen im Nu wieder in Schuss gebracht.


Der Antennenbaum auf Avalon. Und die Antenne ist immer noch dort oben. Niemand traut sich auf diesen Baum zu klettern, jedoch versuchten schon einige Tonganer den Baum mit einer Machete zu fällen. Asche auf ihr Haupt.





Kein Gärtner mehr da und schon wächst der Busch. Es wurden schon einige Bananen und Papaya geerntet. Das Roundhouse wurde, aus welchen Gründen auch immer, vom jungen Ryan niedergebrannt, nachdem dieser sich dazu entschied schon nach 2 Wochen alleinigen Aufenthaltes im Wald die Segel zu streichen und abzudampfen. Dieser sicherte mir jedoch vor einigen Tagen erst seine Hilfe in jedweder Form zu, um wieder ein passables Haus aufzubauen. Vielen Dank dafür.



In den folgenden Bildern darf der neugierige Leser, ja auch du Peter G., sehen was der determinierte Mann aus Europa, welcher die deutsche Sprache beherrscht, sich in dieser kurzen Zeit schon aufgebaut hat.
Ich muss an dieser Stelle sagen das ich sehr beeindruckt bin. 


Was? Eine Waschmaschine im Jungle?

 Baukunst!



Es gibt ein Küchengebäude, ein Hurricaneshelter, eine Hütte für die Schlafzelte und es befinden sich noch Gebäude im Bau. Auch ein Garten ist im Enstehen.

Ein Shelter um Schutz bei einem Sturm zu suchen befindet sich hier noch im Aufbau. Was man alles so mit Sandsäcken erreichen kann, ist der Wahnsinn. 



Im Küchengebäude trifft es sich gut für die Gemeinschaft.


Links im Bild eine typisch tonganische Dusche, welche ebenfalls als Wasserauffangsystem dient.


Hier der Eingang zum Unwetterschutzgebäude.


 Die Kokosnussblattwebkunst der tonganischen Mitmenschen.


Frisch ans Werk zum Verputzen mit einer Mischung aus Zement und Lehmboden.


Allabendlicher Ausblick. Was für eine Belohnung für getane Arbeit.


Vielen Dank für die Bilder und die Erlaubnis zur Veröffentlichung. 
Ich habe nun damit angefangen meinen Körper wieder das drahtige Durchhaltevermögen zu trainieren, außerdem steigt das Papiervolumen in meiner Sparsocke von Woche zu Woche an um dann bald mit einigen neuen "Waldläufern und Junglekriegern" (liebe Grüße an bisherige Bewerber) an den Anfang der Zeit Einkehr zu vollbringen.

In diesem Sinne, euer Nico.

Donnerstag, 10. August 2017

Eine ehrenwerte Gemeinschaft

Eine ehrenwerte Gemeinschaft wäre eine Cooperation im völlig reibungslosen Austausch von Energie und das ist die Norm, sagen wir mal das wäre sie, oder das war sie einmal.

Ehrenhaftigkeit ist längst zur Farce, zu einer Worthülse verkommen, weil wir sie uns meist nur noch gegenseitig vorspielen! Kein Wunder, hat man uns doch schon mit dem ersten Vertrag (Geburtsurkunde) um fast alle Ehre und Würde beraubt und wer noch nie in seiner Ehre war, der vermisst sie auch nicht. Kaum jemand von uns wurde noch mit Ehre aufgezogen und benutzt dieses Wort leer und planlos.
Auch alles Weitere auf unserem irdischen Lebensweg ist, bzw. war geprägt von geplanter, schleichender Entehrung. Klar - es fließt immernoch Energie, aber die welche wir empfangen ist kaum noch echt und unsere eigene fließt kaum noch zu den Mitmenschen, sondern wird von der Matrix abgesaugt.
Die Ehre wird im See-Handel so hoch gehalten, weil die Wahrung des freien Willens dahinter steckt, weil sich das Natur-Recht, das Common-Law dahinter verbirgt. Beispiel: Alle ungerechtfertigten Geldforderungen von Ämtern sind nur Vertragsangebote, welche als solche niemals unehrenhaft sind. Wer so emotionslos denkt und handelt schafft kein Karma, versteht Ihr?
Ehre ist zentraler als wir glauben, hinter der Ehre, bzw. hinter verletzter Ehre stecken alle unsere Gefühle. Die Ehre in viele einzelne Aspekte aufzuspalten um sie einzeln zu benennen und zu kultivieren wäre nicht notwendig gewesen und diente nur zu deren Manifestation und unserer Verwirrung und Gefühlsduselei.

Wenn man sich gegenseitig ehrt, schöpft man Energie und wenn man sich entehrt, verliert man sie, so einfach ist das. Das „Spalte und herrsche-Prinzip“ ist vor Allem sprachlich zu verstehen.

Gefühle sind also ein Produkt der Matrix, weil es Ehrverletzung nur hier gibt. Gefühle gehören am Ende genauso wenig zu uns wie E-motionen. Emotionen sind aufgesetzte, selbst produzierte, von der Matrix lediglich provozierte gefühlsähnliche Zustände. Bei negativen Emotionen wurde keine Ehre verletzt, oft nur falscher Stolz. Falscher Stolz ist wiederum Resultat falsch verstandener Entehrtheit, also letztlich ein Matrix-Produkt.
Positive Emotionen sind natürlich ebenfalls aufgesetzt, eine Falle die man sich gewissermaßen selbst stellt, wenn man den Anderen zeigen will, wie gut man doch drauf ist. Es lockt Energie saugende Wesen an, denn aufgesetzte, hochschwingende Energie ist für die noch leckerer als niederschwingende, welche als Nachtisch sowieso serviert wird...


Samstag, 29. Juli 2017

Wer hätte denn das gedacht ?

Es gibt ja einige Menschen die, als ich Hunga Island Richtung Deutschland verließ, dachten: Das war es dann - Er gibt auf - Er dreht um - Er hats versucht - Schade drum!

All diese Zuschauer haben nicht richtig zugeschaut. Wie denn auch, kaum ein Europäer kann derzeit ja noch seinen Fokus natürlich aufrecht erhalten. Viele sind von Sinnen, wie man so schön sagt. Bei der Reizüberflutung aber auch kein Wunder. Ich habe, soweit ich das beurteilen kann, auf Hunga gelernt, einen Fokus zu entwickeln. Sich auf etwas zu konzentrieren. Die Kraft seiner Gedanken zu benutzen. Ein Ziel zu haben, auf das man hinarbeitet. Egal, in welchen Tempo, man wird dort ankommen, wenn man den Fokus nicht verliert, wo man will. Ich lass mich gerne mal unterhalten, aber das war es dann auch wieder ganz schnell. Denn nichts soll mich unten halten, wenn es nicht meine eigene Entscheidung war.

Auch für mich eine Erfahrung, die längst überfällig in deutschen Gefilden war, Menschen zu treffen und zu sehen, ja sogar zu fühlen, die sich aufmachen dich auf deinem Weg ein Stück lang zu begleiten. Die sich selbst erheben wollen aus ihrem staubigen und grauen Kleid des Vermächtnisses um ein neues Kapitel zu durchschreiten, ich fang sie alle ein. Ihr dürft mich gerne begleiten.

Meine Idee neulich:

Warum nicht das ganze Garten-Avalon-Erlebniss auch anderen Menschen, die das verdient haben und auch wollen, verfügbar machen? In erster Linie auch Menschen die mir schon Nahe stehen und schon des öfteren eine Verlautbarung bzgl dessen aussprachen?


  • Dazu muss ich erstmal wieder vor Ort sein
  • zu diesem Zweck muss ich erstmal Geld machen, Geld sammeln
  • Dazu muss ich mein Schlafhaus im Garten neu aufbauen, wenn ich dort bin
  • Dazu muss ein zweites und drittes Schlafhaus gebaut werden
  • Dazu muss der Garten gepflegt werden.
  • Neu dazugewonnne Waldfläche (1 Acker) soll in einen essbaren Garten verwandelt werden


Bei all dem wäre eine helfende Hand nicht schlecht. Es funktioniert zwar auch allein, dauert aber dementsprechend lange. Und hier wird richtig dicke Haut, eisenstarker Willen sowie ein leerer Geist benötigt. Wenn du wissen willst was das bedeutet, dann schaue einfach bei folgender Webseite vorbei und bewirb Dich einfach: 

https://paulepatzig.wixsite.com/gartenavalon


Ab August 2017 bin ich in Mitteldeutschland unterwegs als reisender Gärrtner um meine Reisekasse aufzubessern. Außerdem habe ich zu diesem Zwecke zwei Sammelkassen eröffnet.

bei GOFUNDME.COM

bei LEETCHI.COM

ich bitte Euch um eine rege Beteiligung. Ich hoffe ich bekomme genug Geld zusammen um selbst wieder ins Königreich zu kommen und noch jemandem diese Möglichkeit zu bieten. Jemand dem es absolut unmöglich wäre, selbst nur den Flug zu bezahlen.


Hier klicken, um jetzt zu spenden!

Mittwoch, 12. Juli 2017

Ich habe die Macht ...

... immer woanders zu sein als mein Körper. Wenn der geschulte Beobachter denkt ich sei anwesend, bin ich es nicht. Zu meinem Bruder Markus sagte ich einst an einem schönen Sommersamstag, während wir uns in Dresden, in einer Dreizimmerwohnung im 1. OG eines Mehrfamilienhauses befanden: "Wenn ich nicht rede, bin ich die ganze Zeit damit beschäftigt, meine Gedanken wohin zu transportieren, damit sie Dinge bewirken." Wenn ich Nachts schlafe bekomme ich die Träume des Unterbewußtseins mit, erinnere mich. Aber meißtens ist das was Ich bin auf Reisen, lass meinen Körper sich erholen und das Unbewußte das Unbewußte sein. Dabei weiß ich, das Unbewußte will auch mal sein, wenn es nicht um Schlaf sondern um Wache geht. So war es z.B. im Wald von Hunga. Bewußtsein schläft während Unterbewußtsein wacht. Lineare Wahrnehmung ausgeschaltet und parallele Wahrnehmung an. Mit einer parallelen Wahrnehmung hat man die Möglichkeit allerhand Dinge in einem Moment wahr zu nehmen. Man ist despezialisiert, muss die "Datenleitungen" nicht glühen lassen um ergattertes zu verarbeiten, da ja alles parallel und das meißte der Daten in die Bauchgegend läuft, und der Körper funktioniert ganzheitlich(er). Ich erinnere mich noch, als mir dies das erste Mal im Wald geschehen ist, da hab ich es doch mit der Angst zu tun bekommen. Der Egofilter konnte damit nicht recht umgehen soviel mit einmal mit den Kopfsinnen wahrzunehmen und schaltete sich ab, wie ein Iphone das zu lange in der Sonne lag. Und dann spürte man erst die Verbindung zu "whatever", zum Verborgenen, und das, was man immer mal sehen, hören und fühlen wollte, oder das -  wovon man immer "dachte" man sieht, hört und fühlt es, trat plötzlich ein und man war sich gewahr, das alles bisher nur Einbildung war, eine perfekte Täuschung seiner Selbst. Durch was die Täuschung produziert wurde? 
Durch ein Ego, das sich gebildet hatte um in einer auf Druck basierenden Zivilisation irgendwie zu überleben. Eine wichtige Funktion dieses Egos ist eben "Sich etwas vormachen" um gut über den Tag zu kommen. Kopfkino nannte ich das früher immer. Kennt sicherlich jeder von Euch. Kopfkino, damit der kleine Mann im Ohr Beschäftigung hat und wir unser Tagwerk vollbringen können. Hat man aber erstmal alle Sitzreihen raus gerissen und dann auch noch tatsächlich die Leinwand mitgenommen nützt auch der teuerste Projektor nichts mehr. Man kann es versuchen, aber das Bild wird grauenhaft und auf Dauer auf dem grünen Fusselteppich zu sitzen oder gar in einer entspannten Position zu hocken ist für die meisten von Uns nichts. Was übrig bleibt ist ein weniger perfektes Hörspiel, was nicht darauf ausgerichtet ist ein Hörspiel zu sein. Wenn man jedoch im Wald von Hunga, morgens, nachdem man ein "Kackloch" mit einer Handschaufel gegraben hat, über diesem hockend, die noch feuchte frische Luft durch die Nasenlöcher einzieht und die Augen dabei auf das immer grüner werdende Grün der Blätter der Bäume fokussiert werden, merkt man, das Dies um einen herum echter nicht geht. Von Norden her, aus der Mitte der Insel steigt Kühle Luft herab und streichelt die nackten Popos von Unten um dann weiter Richtung Südküste zu schleichen um danach, kurz eine Stunde nach Sonnenaufgang, dem etwas wärmeren Südwind, welcher behutsam in den Wald hinein fährt, zu weichen, damit der Qualm des morgendlichen Feuers in die Inselmitte transportiert wird anstatt hinaus in die offene See. Auf diesem Feuer kocht man sich dann das erste heiße Wasser, was dabei helfen wird den Körper, in welchem man steckt, einen kleinen Stupser zu geben, damit man, noch bevor die Sonne über die Wipfel der Bäume in die Lichtung hinein steigt, seine morgendliche Gartenarbeit in der Kühle des Waldes vollbringen kann.
In der Tat überreden die Temperaturen dann später, wenn die Sonne bald senkrecht über der Lichtung steht, dazu einen kleinen Spaziergang durch den Wald zu machen um dann in den späteren Mittagsstunden wieder einzukehren um das Morgens zubereitete Bananenporridge, eine Mischung aus überreifen und gequetschten Bananen gemischt mit etwas Haferflocken oder gekochtem Reis, zu genießen, etwas zu lesen, etwas Musik zu hören um dann bald wieder etwas körperliche Arbeit zu verrichten, da sich die Sonne im Westen nun langsam kuschelnd mit den ersten Baumkronen verbündet um sich abermals bald zum Schlafe zu betten. Und ein Wintertag im Juli kann in der Südsee verdammt kurz sein, wenn man zu viel zu tun hat.

Wenn ich ein Bild von einem lieben Menschen vor meinem geistigen Auge trage, ich diesen Menschen auch schon mal berührt und gerochen habe, ihn umarmt habe, dann ist es wirklich spielend leicht ihm Energie zu senden, während an ihn gedacht wird. Und genau das was wir in diesem Moment denken ist Ausschlag gebend und bewirkt das, was wir so gern in die Worte: "Ich wünsche Dir Glück!" fassen. Es spielt eine Rolle, wie sich solche Menschen vorher, als sie sich mal gegenüber standen, behandelt haben. Dies steht über dem geschriebenen Wort. Denn dies wird der Grund dafür sein, wie sie später voneinander denken. Dies wird der Grund sein für bestimmte Energien, welche gesendet werden zwischen den Individuen, wenn sie aneinander denken. Das ist ein automatischer Prozess, wohl gemerkt, welcher Unterbewusst abläuft, eine Fähigkeit unseres Körpers, welche, wenn wir sie richtig trainieren, Bewegendes tun kann. Und da frage ich mich im Moment, wie es mir geht, wenn hundert Menschen an mich denken, obwohl sie mich nur von Fotos oder Videos kennen, da wir nur über "Social Media" im Internet verbunden sind. Und da spüre ich, wie es mir ergeht, wenn eine handvoll Menschen an mich denken, deren Geruch ich immer noch in der Nase trage - seit unserem letzten Treffen.

Ich finde es wichtig, das niemand über den Geruch seines Körpers erhaben sein sollte. Man riecht eben immer nachdem was man paar Tage zuvor gegessen hat. Das ist Fakt. Dementsprechend sollten die Menschen sich eben so wie sie riechen akzeptieren, damit sie auch den Geruch von anderen durch ihre grauen Gehirnwindungen spazieren gehen lassen können. Oder eben nicht. Es ist auch tatsächlich schwer für jemanden der gern nach Apfel riechen möchte, die Nähe seines besten Freundes, welcher nach Würstchenbude riecht, zu ertragen. Aber es ist möglich! 

Es ist völlig egal, was gerade noch in dieser Flasche darinnen ist...
Kipp sie aus! Damit ein neuer Geist darinnen Platz nehmen darf, und dann klappt's auch mit den Nachbarn. In diesem Sinne, einen schönen verregneten Mittwoch Euch allen noch. Möge der Herr mit Euch sein. Malo Lotu.



Euer Nico





Freitag, 23. Juni 2017

Balls of steel (scam or no scam - you decide)

Es war im Jahr 2012 und 2013. Da geisterte ein Phänomen durch die Internetvideoplattform Youtube. Es war der verdeckte Vermittler. Während erstaunte oder erzürnte Zuschauer sich ständig fragten, wer dies wohl sein könne, da er oft zu geheimnisvoll tat, gab es eine handvoll Menschen, welche ebenfalls ihre Kanäle auf Youtube betrieben und es sich nicht nehmen lassen konnte eine Gemeinschaft um den verdeckten Vermittler zu erschaffen. Kurzum: er hatte einige Menschen mit seinem Tun direkt ins Herz getroffen. Auch mich -  klar. War doch 2012 das Jahr in dem ich mein Erwachen gefeiert habe mit dem TUN. Und so anonym der verdeckte Vermittler auch immer sein wollte um seine Liebsten und natürlich seine Identität zu schützen machte er damals einen klitzekleinen Fehler, welcher seine Identität preisgab und sogar noch etwas über seine Vorfahren väterlicher Seits erklärte. Und ... ich behielt es für mich. Als mir klar war, das wir Menschen uns ja selbst immer noch schützend hinter Masken (bürgerliche Namen) aufhalten und keinen Deut anders waren, wurde auch mir das Benutzen gestriegelter Namen egal. 

Der verdeckte Vermittler und meine Wenigkeit hatten eine Zeit lang Kontakt bis er dann wieder ganz von der Bildfläche verschwand. Ich bete heute noch für seine Auferstehung. Diesmal mit einem neuen spannenden Thema. Bei diesem Menschen, er schrieb vier Bücher, weiß ich das ihm jedes Thema gelingen kann und ich frage mich gerade was er wohl im Moment so treibt.








Wir hatten uns damals sogar gegenseitig so sehr bewegt, das wir uns huldigten. Als ich auf Hunga war machte ich aus Langeweile ein Videoremix um ihn mal zurück zu huldigen.

"Balls of Steel, PaulePatzig du hast Balls of Steel."
Ich war der Meinung, das ich diese Eier nicht habe. 
Ich war der Meinung, ich mache einfach.

Ich stählerte also über Jahre hinweg meinen Körper ohne Ziel, bis ich mir ein Ziel wünschte.
Da kam die Einladung nach Vava'u auf die Insel von Hunga, dessen Eigentümer der Governeur von Vava'u persönlich war. Die linke Hand vom König George Tupou V (jetzt IV). Das ich den Lord dann auch noch kennenlerne, ihm die Hände schüttle, mit ihm auch Tuchfühlung geh, er mich segnete mit einem kleinen Stück Land auf einer Insel mit Busch, Jungle und Regenwald und Felsenklippen, das ist auch heute noch oft unglaublich für den kleinen Mann im Ohr, der auch heute noch hier und da flüstern tut: "Das kann nicht sein, das kann nicht sein!" Der kleine Mann tut gerade so wie ein kleiner Ex-banker: Sitzt auf seinem Land im Paradies und niemand kommt und stiehlt seinen Mann im Ohr und so versucht er seinen Unmut in pompös geschrieben Blogartikeln im Internet breit zu werfen. Besonders hier sieht man was ich meine. Oder auch hier! Das finde ich schade, solle man (immer der selbe Autor) doch seinen schwarzen Humor und sein Gift im Körper behalten oder es auf andere Art und Weise ausleiten. Ich hatte einige Zeit Kontakt zu diesem Menschen und muss dazu sagen: Auch mir hat er versucht einzureden, wodurch er mir sehr unsympatisch wurde, was er seinen Lesern weiß machen möchte. Nun ja ... manche wissen es eben nicht besser.

Auf Hunga stirbt dieser kleine Mann im Ohr fast zur Gänze. Das ist auch nötig. Der Wald auf Hunga löscht den kleinen Mann und sein Feuer bis auf ein akzeptables Niveau herunter damit die Natur wieder Zugriff auf unseren Körper bekommt. Das ist erstmal gewöhnungsbedürftig und dauert auch seine Zeit. Jedermann und Jedefrau, welche selbst schon mal einiges an Zeit auf einer Insel verbracht hat kennt diese Reaktion, welche völlig natürlich ist. Sie macht uns nur Angst, weil wir Angstmenschen bisher immer Diktat bekommen haben, von einem verbohrten kleinen Kind, welches vor alles und jedem Angst hat. Ein Hosenschisser. Seitdem gibt's auch die Worte Feind und Freund. Wo die Natur noch leibhaftig ist, braucht es solche Unterschiede nicht. Das merkte ich besonders als ich zurück in Europa war. Huch .... wo ist denn mein Verstand?? Warum unterscheiden sich die Menschen hier gegenseitig?  Um auf Hunga zu bestehen braucht man tatsächlich Eier aus Stahl und die wachsen nur wenn man Ego in Rente schickt.

Lauer Winterabend 2016

Und jeder Mensch, der Firmenanteile der Firma "Hunga Estate Ltd" erwarb um die Möglichkeit zu haben ein bis vier Grundstücke für 99 Jahre zu pachten, konnte sich entweder die jährliche Pachtsteuer nicht leisten und flog deswegen raus, konnte oder wollte hinterher den Flug nicht antreten, aus welchen Gründen auch immer oder landete tatsächlich auf Hunga, aber bekam Angst vor den Moskitos, der heilsamen Stille oder den im Sommer oft ergiebigen Regenguss. Ich nehme an, viele dieser Menschen entwickelten im Laufe der nachfolgenden Zeit einen Groll und redete sich ein, hintergangen worden zu sein. Der Natur nach haben diese Menschen sich still und heimlich selbst ein Bein gestellt. Vielleicht dachten sie auch, sie könnten für wenig Geld das selbe haben, wie Menschen mit viel Geld in der Börse.

Dabei gibt es nur zwei Optionen im Leben:
Scheffel viel Geld damit andere das tun müssen, was du selbst nicht machen willst oder gestaltete dein Leben so, das du eines Tages ohne viel Geld das machen kannst, was du schon immer machen wolltest. Für den Raum dazwischen, welcher sich ja oft transformativ gestaltet, gibt es sozusagen diesen Übergang, von welchem ich jedenfalls nichts merkte, da ich immer schon ein Künstler war der es darauf absah ohne massig fremdgenerierter (Geldschein) und heute schon zum beträchtlichen Teil und Gott sei Dank schon formloser (Bitcoin) Seelenenergie klarzukommen.

Um gegen echten subtropischen Regenwald anzukommen um ein wenig einen Waldgarten mit einem Häuschen darinnen zu erschaffen braucht es jedoch in der Tat dann viel Willenskraft und Vorstellungsvermögen und das nicht nur in der ersten Zeit. So kann ich nur einige wenige gut gemeinte Ratschläge für all jene geben, die in naher Zukunft ihre Zeit auf Hunga verbringen wollen:

Psychoaktive Pflanzen auf Hunga


Werdet geduldig, besonders mit Euch selbst. Seht in erster Linie zu, das ihr Euch selbst helft und bleibt dennoch hilfsbereit. Seit immer nett und zeigt euer Herz zu Anderen. Seit ganz ihr selbst und authentisch. Dieser Wald akzeptiert euch nur, wenn ihr aufrichtig und ohne schlechte (verdorbene) Gedanken seit. Nehmt nur soviel vom Wald wie ihr in der Wirklichkeit braucht. Alles was darüber hinaus geht wird Euch irgendwann in irgendeiner Form in Rechnung gestellt. Denkt immer daran. Es ist die Natur die Euch nähret, respektiert und liebt sie in diesem Sinne. Macht Euch vorher schlau über Gärtnerei im Pazifikraum. Sie gestaltet sich doch etwas anders als im europäischen oder nördlich-hemisphärischen Raum auf dem Erdenapfel. Habt ihr die Chance, trainiert vorher euren Körper, besonders wenn ihr ihn  in den letzten Jahren bewegungstechnisch vernachlässigt habt. Denkt nochmal über eure Ernährung nach. Auf Hunga Island gibt es so gut wie keine Tiere und das massenhafte Halten von domestizierten Tieren ist untersagt, aus gutem Grund. Zum Schluss noch ganz wichtig:

Vergesst eure alte Komforzone um eine zu Hunga passende neue Abenteurerkomfortzone zu erschaffen.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
Euer Nico

Südküste Hungas in der Nähe von Avalon

Montag, 12. Juni 2017

Eine Geschichte über Hunga

Der Name "Hunga" ist die Kurzform für Hu'anga, was "Eingang" bedeutet.



Es ist der Nordwest Eingang zur Vava'u Region. Noch heute, so wie damals, wird Hunga gerne "The Rock" genannt. 

***

Es war einmal ein Albino-Siamesischer Zwillings-Krieger. Die Zwillinge waren am Rücken miteinander zusammengewachsen. Die siamesischen Zwillingskrieger erwiesen sich als sehr schwer zu besiegen, bis sie von Faka'ilonga Tonga & Talikavili getötet wurden!  Zwei heftige Krieger, die Wächter des Eingangs zu Vava'u wurden! Ein anderer Krieger trat bald diesen beiden Kriegern bei. Er trug den Namen Kaianuanu Fulivai! Dies wurde der Beginn einer neuen Ära! Manchmal hatten sie Mangel an Nahrung, wo sie den Kokosnusskorb von der Spitze der höchsten Klippenkante bis zum Boden warfen, wo die Wellen die großen Felsen trafen, und sie unternahmen dann ein Rennen, indem sie die Klippen von Zweig zu Zweig hinunterschwangen. Zweige der Bäume, die ähnlich der Kiefern waren und irgendetwas, das ihnen helfen würde, der erste zu sein, um den Korb des Essens zu besitzen! Dies hieß "Kai pe 'ae To'a"! Nur der härteste Überlebende kann essen, wie in "nur der Krieger wird essen".

Einige Tage schienen härter als andere, als die Adligen von den Bürgern durch die Größe und die Muster der getragenen Tapa / Ngatu separiert wurden. Es war eine Zeit des Kannibalismus !! So war es sicher zu sagen, sie verwendeten die Bürger zum essen, wenn sie verhungerten.




Die Leute, die sich bald auf der Insel Hunga niederließen, wanderten von der Ha'apai-Gruppe ab, von Ha'apai Kotu über die Insel Late als dann auf die Insel Hunga. Also in aller Ehrlichkeit wanderten die Hunga-Leute von Ha'apai nach Hunga, wo sich einige mit dem Samen von Kaianuanu Fulivai vervielfachen konnten!





Kaianuanu wurde später der noble Titel Fulivai für seine Tapferkeit und seinen Mut während des Bürgerkriegs im Tongatapu-Pea-Dorf verliehen, weil er Taufa'ahaus Leben rettete. Taufa'ahau wurde zum ersten König von Tonga, denn er einte die drei Dynastien und wurde für die Welt als "König George 1." gekrönt. Das war also der Beginn einer neuen Ära im Königreich Tonga !!


***


Fijianische Krieger okkupierten Hunga während Kaianuanu, Faka'ilonga Tonga und Talikavili mit Taufa'ahau nach Tongatapu segelten! Nach der Rückkehr von Tongatapu nach der Eroberung des Dorfes Pea, waren sie schockiert zu erkennen, dass die Hunga Dorfbewohner verschwunden waren! Schnell gelangen sie zur Gemeinde als sie erkannten, dass Fijianische Krieger die Frauen und Kinder versammelt hatten. Kaianuanu und die Krieger griffen an und besiegten die Fijianer in Richtung des südwestlichen Teils der Insel Hunga, wo sie die wenigen Übrigen verschonten und ihnen sagten, dass sie auf Hunga bleiben können um auf dem Gelände zu leben auf dem sie stehen, je nachdem, wie weit einer von ihnen einen Speer werfen konnte, dies markierte ihr Territorium !! Dies ist das Gebiet, das heute noch als "Vasivasi" bekannt ist.





In diesem Sinne
Euer Nico